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Mobilegeddon Gewinner, Twitter Trends Erweiterung, James Bond [Briefing]

Zum Wochenstart in unserem Briefing: Twitter füttert seine Trends an, Bing seine Suchergebnisseiten. Außerdem gibt es eine erste Auswertung zu den Folgen vom Google Mobile Update, Gedanken zur Apple Watch aus Online-Marketing-Sicht, dumme SEO-Strategien, einen Kommentar von Google zum Durchschnitts-CPC-Rückgang – und schlechte Presse für Sony zum Product Placement bei James Bond.

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Online Marketing

Was man aus „Mad Men“ fürs Online Marketing lernen kann. „Mad Men“ biegt auf die Zielgerade: Die siebte und letzte Staffel der beliebten TV-Serie, die in einer Madison-Avenue-Werbeagentur in den 1960er Jahren spielt, ist gerade angelaufen. Im Blog der Digital-Agentur Distilled hat man neuneinhalb Dinge ausfindig gemacht, die damals wie heute zählen im Marketing-(Agentur-)Geschäft – etwa nicht zu sehr auf lobende Worte aus zu sein, aus Fehlern zu lernen (wie einer misablen PPC-Kampagne) und auch schon gewonnene Kunden permanent zu umgarnen. [Distilled Blog]

SEO

Google Mobile Update: Gewinner und Verlierer. Seit vergangenem Dienstag ist „Mobile Friendly“ offiziell ein Ranking-Kriterium für die mobile Suche: Nicht für Smartphones optimierte Seiten werden bei Smartphone-Suchen schlechter platziert. SEO-Tool-Anbieter Searchmetrics veröffentlichte am Samstag eine erste Auswertung. Erste Überraschung: „Mobilegeddon“ wurde offenbar eine Woche vorher ausgerollt als angekündigt. Sowohl unter den Verlierern (reddit, ft.com, last.fm, dict.cc) als auch bei den Gewinnern (gq.com, rt.com) gibt es etliche große Brands. Mäßig überraschende Feststellung von Searchmetrics: Die meisten Gewinner sind mobile friendly laut Google Testing Tool, die meisten Verlierer sind es nicht. [Searchmetrics Blog | Google Mobile Friendly Testing Tool]

Bing beantwortet Fragen auf Suchergebnisseiten: Schlechte Nachrichten für Long-Tail-Optimierer: Wie Google liefert jetzt auch Bing Antworten zu ausformulierten längeren Fragestellungen, für die Drittseiten angezapft werden, direkt auf seinen Ergebnisseiten aus. Der Klick zum Publisher wird unnötig, wenn eine Suchanfrage „Spotlight Index neu indexieren“ eine Schritt-für-Schritt-Anleitung ebendazu anzeigt. Direktantworten gibt es bei Bing bereits seit 2014, allerdings bei weitem nicht in dieser Ausführlichkeit. [Search Engine Land]

7 SEO-Strategien, die schlau klingen, aber dumm sind. Ein eigenes Content-Netzwerk aus Hunderten Websites, Tracking-Codes für die verschiedensten Dienste, die gleiche Zielgruppe immer und immer wieder penetrieren? Lasst es sein, rät Neil Patel, Chef des Analysedienstes Kissmetrics – und sagt auch warum und wie man es besser macht. [Search Engine Journal]

SEM

Google: Durchschnitts-CPC fällt wegen Youtube, nicht wegen mobile. In den ersten drei Monate 2015 fiel der durchschnittliche Google-CPC um 7 Prozent (wir berichteten im Briefing am Freitag). Wie das Unternehmen in einem Analystengespräch zu seinen Quartalszahlen mitteilte, liegt das aber nicht etwa am boomenden Mobile-Segment, sondern an Youtube. Die Videoanzeigen (Trueview) erlösten derzeit weniger als Search-Klicks, erklärte Google-Finanzchef Patrick Pichette. Im Kerngeschäft würden die Klickpreise beständig wachsen, versicherte er weiter. [AdAge]

Landing Pages: Häufige Fehler und Best Practices: Eine Suchanzeige ist nur so gut wie die Landing Page, die sie bewirbt – und umgekehrt. Worauf bei der Erstellung von beiden Bereichen zu achten ist, hat der Landingpage-Werkzeugkasten Instapage in seinem Blog zusammen gefasst; von Long Tail über die richtige Zielsetzung und Testing bis hin zu möglichst umfangreicher Automatisierung. [Instapage Blog]

Social Media

Twitter Trends bekommen Kurzbeschreibungen auch im Web . Erst vor kurzem hat Twitter die Anzeige seiner Trends – die am häufigsten verwendeten Hashtags und Begriffe – deutlich erhöht. Mobile-Nutzer bekommen die Trends jetzt in der Suchansicht, mit Aktivitäts-Anzeige und mit automatischen Kontextinformationen zu Gesicht. Nun wird das Web nachgezogen: Auch in der Desktop-Ansicht gibt es jetzt teilweise mit Bildern angereicherte Beschreibungen auf Mausklick, die dynamisch aktualisiert werden (allerdings noch nicht weltweit). In seinem Blog geht Twitter ausführlich auf die technischen Hintergründe ein. [Twitter Blog]

Mobile

Eyeo entwickelt Adblocker-App für iOS. Die Kölner Eyeo GmbH, das Unternehmen hinter dem populären Web-Adblocker Adblock Plus, arbeitet an einem Adblocker für Mobilgeräte von Apple. Das teilte Eyeo selbst dem Fachblatt Adweek mit. Aller Voraussicht nach wird es sich bei der App um einen blockenden Browser handeln. Für Android-Geräte bietet das in der Medienbranche umstrittene Unternehmen bereits seit 2011 eine Android-App. Die Anwendung wurde allerdings von Google aus dem offiziellen Marktplatz genommen und ist nur über externe Seiten erhältlich. [Adweek | Mobilbranche | Adblock Plus (Android-App)]

Apple Watch: Online Marketer klopfen Möglichkeiten ab. Seit Freitag ist die Apple Watch zu haben, geschätzte eine Million Exemplare fanden am ersten Verkaufstag einen neuen Besitzer. Unter den 3.000 schon für die Smartwatch angepasste Apps sind auch etliche Angebote von Medienunternehmen. Anders als zum Start der iPad ist Monetarisierung allerdings noch kein großes Thema, analysiert AdAge – erst einmal steht das Nutzererlebnis im Vordergrund. Geschäftsmodelle würden folgen; der Anzeigen-Verkauf sei jedenfalls auf absehbare Zeit eine Herausforderung, wegen dem kleinen Display und wegen der noch geringen Zahl an Besitzern. Ein spannendes Themenfeld: Location Based Couponing, bei dem etwa ein Apple-Watch-Nutzer im Supermarkt Sonderangebote aufs Handgelenk gepusht bekommt. [AdAge]

Product Placement

Sony Product Placement in „James Bond“ geht nach hinten los. Auch kommenden James-Bond-Film „Spectre“ ist Daniel Craig mit einem Sony-Smartphone unterwegs, diesmal mit dem Xperia Z4. Das kostete Sony sportliche 5 Millionen US-Dollar, hinzu kommt jetzt auch noch schlechte Presse. Denn geleakte E-Mails aus den Verhandlungen zwischen Sony und der Produktionsfirma Columbia offenbaren, dass Craig und Regisseur Sam Mendes Bedenken äußerten, weil ein James Bond doch immer „das Beste“ benutzen müsste – was das Smartphone in den Augen der beiden offenbar nicht ist. Trotzdem blieb es bei Sony als Partner, obwohl Samsung eine deutlich höhere Gesamtsumme geboten haben soll. [The Verge | Wikileaks (Tweet mit zwei Links)]

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