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Newsletter Software: 5 kostenlose Anbieter im Test

In Zeiten boomender sozialer Netzwerke ist E-Mail-Marketing ein wenig aus der Mode gekommen. Dabei liefert kein Online-Marketing-Instrument so beständig messbare Ergebnisse. Im Netz gibt es Dutzende Online-Dienste für Newsletter Software, von denen einige bis zu einer bestimmten Listen-Größe sogar dauerhaft kostenlos nutzbar sind – darunter der Marktführer. Wir haben die wichtigsten Anbieter ausführlich getestet.

Newsletter Software: Hocheffizienter Underdog

In den letzten Jahren haben soziale Netzwerke, allen voran natürlich Facebook, enormen Zukauf erhalten. Entsprechend viel Online-Marketing-Budget fließt inzwischen in die Bewerbung von Fanpages und Sponsored Postings. Dabei begibt man sich aber zum einen immer mehr in die Abhängigkeit eines einzigen Anbieters und seines Algorithmus. Zum anderen sieht es mit dem „harten“ Return on Investment bei Social-Media-Marketing häufig mau aus.

Ganz anders E-Mail-Marketing. Mit Newslettern erreichen Online Marketer ihre Zielgruppe passgenau und in der sehr persönlichen Umgebung ihres Posteingangs. Insbesondere im geschäftlichen Kontext kann man seine Zielgruppe mit E-Mails exakter und effektiver adressieren als über irgendeinen anderen Kanal. Und schließlich „gehören“ die E-Mail-Adressen der Newsletter-Abonnenten dem eigenen Unternehmen. Eine eigene Liste mit hochqualifizierten Kontakten macht autonom gegenüber Facebook, Google & Co. Alle von uns getestete Newsletter Software bieten einen flexiblen Import und Export der E-Mail-Adressen an, man gibt die Kontrolle über die geldwerten Daten nicht aus der Hand.

Enge Grenzen beim kostenlosen Eigenversand

Zum Versand von Newslettern empfiehlt sich grundsätzlich die Nutzung von Online-Tools. Für einzelne Aussendungen kann zwar grundsätzlich jedes E-Mail-Programm von Outlook bis Gmail als Newsletter Software zweckentfremdet werden, indem die Empfängeradressen ins bcc kopiert werden. Dann stößt man aber sehr schnell an Grenzen: bei An- und Abmeldungen, bei der Verteilergröße und im Bezug auf jegliche Statistiken.

Massenversand über eigenen Webspace problematisch

Webmaster können außerdem Newsletter-Plugins oder integrierte Funktionen einsetzen, die es für alle populären CMS-Systeme gibt. Für WordPress bietet sich etwa das sehr empfehlenswerte Plugin Newsletter for WordPress an, das auch wir auf einer unserer Seiten in kleinem Umfang nutzen. Wer kostenlose selbstgehostete Newsletter Software betreibt, muss allerdings im Vergleich zu Online-Tools ebenfalls mit sehr eingeschränkten Optionen vorlieb nehmen, von der Gestaltung der Aussendungen bis hin zu Tracking und Analyse.

Auch das Bouncemanagement (Umgang mit nicht zustellbaren E-Mails) ist meist rudimentär bis nicht vorhanden. Sobald die Liste größer wird, hat man außerdem mit Post vom Webhoster zu rechnen, denn der massenhafte E-Mail-Versand ist enorm ressourcenfressend. Aus diesem Grund dehnen Plugins wie „Newsletter for WordPress“ ihre Aussendungen auch über mehrere Stunden – ein weiterer Nachteil.

Dutzende Online-Anbieter von Newsletter Software

Newsletter Software von Marktführer Mailchimp

Newsletter Software von Marktführer Mailchimp

Professionelle E-Mail-Marketing-Tools punkten dem gegenüber mit zumeist intuitiv nutzbaren E-Mail-Editoren nebst teilweise Hunderter schicker Templates sowie zahlreichen Analysefunktionen. Zur Generierung von E-Mail-Adressen werden vielfältige Formulare angeboten, für die größeren Anbieter gibt es sogar Plugins für WordPress & Co. Vor allem ist man beim Wachstum auf der sicheren Seite, weil der Anbieter sozusagen mitwächst.

Im Netz gibt es Dutzende E-Mail-Marketing-Dienstleister zum Newsletter-Versand, die größten Anbieter kommen aus dem englischsprachigen Raum. Weil Entwicklung, Infrastruktur und nicht zuletzt Support Geld kostet, sind auch alle empfehlenswerten Online-Anbieter von Newsletter Software kostenpflichtig.

Allerdings verfügen praktisch alle großen Anbieter über Schnupper-Angebote. In aller Regel lässt sich ein Dienst 30 Tage kostenlos testen. Einige Dienstleister lassen sich auch darüber hinaus kostenlos nutzen, solange eine bestimmte monatliche Zahl von E-Mails oder eine bestimmte Listen-Größe nicht überschritten wird.

Kostenlose Newsletter Software im Test

Im Folgenden haben wir 5 Anbieter von Newsletter-Software gelistet, die kostenlos nutzbar sind. Viele ambitionierte Online-Marketer werden die Gratis-Grenze naturgemäß früher oder später überspringen. Darum geben wir in der Tabelle außerdem beispielhaft an, was für monatliche Kosten bei einer Liste von 10.000 Abonnenten entstehen würden.

 Kostenlos bis (mtl.)Preis bei 10.000 Empfängern (mtl.)FirmensitzZum Anbieter
Mailchimp2.000 Empfänger / 14.000 E-Mails69,12 EuroUSAwww
CleverReach250 Empfänger / 1.000 E-Mails80 EuroDeutschlandwww
Benchmark2.000 Empfänger66,36 EuroUSAwww
Mad Mimi100 Empfänger37,69 EuroUSAwww
Newsletter2go1.000 E-Mails390 Euro *Deutschlandwww

* Newsletter2Go bietet als einziger Anbieter ausschließlich eine Abrechnung pro versendeter E-Mails, alle anderen gelisteten Dienste rechnen bei unbegrenzt vielen Sendungen nach Listengröße ab. Im Vergleich sind wir von wöchentlichen E-Mails an alle Empfänger ausgegangen (= 40.000 E-Mails pro Monat).

mailchimpMailchimp: Der Marktführer

Mit mehr als 8 Millionen Kunden ist Mailchimp klarer Marktführer unter den E-Mail-Marketing-Diensten – auch dank des sehr attraktiven Kostenlos-Angebotes. Die funktionsstarke und intuitiv bedienbare Newsletter Software ist bis zu einer vergleichsweise hohen Listen-Größe dauerhaft gratis nutzbar und lockt auch anschließend mit guten Preisen. Nutzer des kostenlosen Angebotes müssen allerdings auf einige Funktionen verzichten: Automationen, das Testen von E-Mail-Darstellungen in Clients sowie der Support stehen nur zahlenden Kunden zur Verfügung. Nichts desto trotz sollte Mailchimp für jeden Newsletter-Novizen in die engste Auswahl genommen werden.

cleverreachCleverReach: Die deutsche Nummer 1

Dorthin gehört auch CleverReach, der größte deutsche Anbieter. CleverReach kann im Vergleich zu Mailchimp mit einem komplett deutschsprachigen Interface punkten und muss sich auch beim Funktionsumfang nicht hinter dem Marktführer verstecken. Bonus: Wie auch bei Newsletter2Go stehen die Server von CleverReach ausschließlich in der Europäischen Union, was zusätzliche Rechtssicherheit bedeutet. Das „Bezahl-Limit“ ist bei CleverReach allerdings deutlich niedriger als bei Mailchimp.

mad mimiMad Mimi: Der Exot

Mad Mimi, ein Tochterunternehmen des US-amerikanischen Webhosting-Riesen Godaddy, ist ein Exot unter den E-Mail-Marketing-Diensten. Der noch recht junge Anbieter verspricht „Einfach schöne E-Mails“ und setzt eher auf Design und Individualität als auf Funktionsvielfalt. Tatsächlich gibt es kaum Templates, Standardfunktionen wie A/B-Testings fehlen selbst in den (sehr günstigen) kostenpflichtigen Tarifen. Für kleine Listen bis 100 Empfänger ist Mad Mimi dauerhaft kostenlos und für Interessierte, denen eine schicke Optik wichtig ist, auf jeden Fall einen Blick wert. Die Bedienoberfläche ist bereits komplett übersetzt.

newsletter2goNewsletter2Go: Der Tracking-Spezialist

Newsletter2Go sticht hervor durch ein außergewöhnliches Preismodell. Der deutsche Dienstleister, dessen Newsletter Software sich unter anderem durch exzellente Tracking-Optionen auszeichnet, rechnet grundsätzlich nach der Zahl der versendeten E-Mails ab. Bis zu 1.000 E-Mails monatlich sind kostenlos, was etwa ausreicht für wöchentliche Newsletter an einen 250-Abonnenten-Verteiler. Darüber ist Newsletter2Go vor allem dann im Vergleich zum Wettbewerb preiswert, wenn größere Verteiler nur sehr selten adressiert werden.

<Bildnachweis: Newsletter von Shutterstock>

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