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eBooks verkaufen über Facebook: Heyo macht Fans zu Kunden

Profi-Autoren und schreibende Experten verfügen häufig über eine große Reichweite in sozialen Medien. Für den Kauf ihrer eBooks verweisen sie ihre Fans und Follower derzeit meist zu Händlern wie Amazon, was aus verschiedenen Gründen unglücklich ist. Die Plattform Heyo verlagert den Kaufprozess jetzt direkt zu Facebook.

Heyo ermöglicht Facebook-Fans den Kauf eines eBooks mittels einfachem „Buy“-Kommentar im sozialen Netzwerk, so das Produktversprechen. In der Praxis ist es derzeit dann doch noch etwas komplexer: Interessierte bekommen einen Link zu einer Checkout-Seite, wo mittels Eingabe von E-Mail-Adresse und Kreditkartendaten der Kauf abgeschlossen werden kann. Autoren kriegen 80 Prozent der Umsätze ausgeschüttet und im Backend außerdem eine detaillierte Aufstellung nebst Käuferdaten, Heyo behält 20 Prozent für seine Dienstleistung ein.

Mehrwert Kundendaten

Insbesondere für Fach-Autoren mit einer großen Fangemeinde ist der Datenaspekt gar nicht hoch genug einzuschätzen. So schüttet Amazon zwar bei einem Preisschild zwischen 2,99 Euro und 9,99 Euro sehr ordentlich 70 Prozent des Netto-Verkaufspreises an seine Autoren aus (wie auch der hiesige Konkurrent Tolino). Die Kundendaten behält das Unternehmen aus Seattle aber unter Verschluss, womit es keine Möglichkeit zur Folgekommunikation gibt.

Mit Heyo wird zum einen der Kaufprozess für Fans verkürzt und vereinheitlicht (weil die ausgelieferten Dateien kopierschutzfrei und somit universell nutzbar sind). Zum anderen erhalten Autoren umfangreiche Informationen über die Käufer ihrer Bücher. Instagram-Expertin und -Buchautorin Sue B. Zimmerman schreibt in ihrem Erfahrungsbericht zu Heyo von 5x höheren Umsätzen gegenüber Amazon und Hunderten gewonnenen Kundendaten für ihr CRM.

heyo cart

Für Deutschland noch ungeeignet

Stand jetzt ist der Einsatz von Heyo für deutsche Autoren gleichwohl nur bedingt sinnvoll. So wird ausschließlich die Zahlung per Kreditkarte angeboten, eine Zahlungsform, die in Deutschland bekanntermaßen in den meisten Bereichen nur mäßig verbreitet ist. Und die simple Checkout-Maske bietet keine Möglichkeit, die Weiterverarbeitung der Kundendaten für Werbezwecke abnicken zu lassen. Die Weiterverwendung der Daten erfolgt also quasi auf eigene Gefahr.

Die Idee einer weitgehend in soziale Netzwerke implementierten Möglichkeit zum Verkauf von eBooks an Fans hat aber eine Menge Charme. Vor allem die Transparenz über die Identität der Käufer ist ein großer Mehrwert. Wenn der Checkout-Prozess noch ein wenig einfacher und datenschutzkonform wird, kann Heyo (oder eine gleichartige Plattform) eine spannende Alternative beziehungsweise soziale Ergänzung zu Amazon & Co sei.

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Kommentare


Mit Heyo E-Books einfach über Facebook kaufen | AUTHORS CHOICE 4. Mai 2015 um 14:36

[…] om8.de, heyo.com, business2community.com […]

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