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Online-Umfragen erstellen: Tipps zur Tool-Auswahl

Von der Zufriedenheit mit dem letzten Einkauf bis zum Stimmungsbild zum Redesign: Online-Umfragen sind ein zurecht viel genutztes Feedback-Instrument. Für die Erstellung gibt es unzählige kostenlose wie kostenpflichtige Online-Tools mit höchst unterschiedlicher Ausstattung. Wir geben Entscheidungshilfe.

Mit Online-Umfragen lässt sich sehr kosteneffizient Feedback über hausinterne Neuerungen und Prozesse einholen. Unternehmen gewinnen Erkenntnisse über die Präferenzen (und bei entsprechenden Fragen über die Soziodemographie) der eigenen Zielgruppe und vermitteln gleichzeitig Dialogbereitschaft und Offenheit.

So vielfältig die Einsatzzwecke für Online-Umfragen sind, so groß ist die Zahl der Anbieter. Einige Dienstleister haben sich auf bestimmte Segmente spezialisiert. So hat Feefo einen klaren Fokus auf dem Travel-Bereich. Andere Dienstleister richten sich dediziert an mittlere und große Unternehmen und verfügen über entsprechende Funktionsumfänge und Preisgestaltungen, etwa Key Survey.

Unterschiede bei Frage-Design und Auswertungen

Das Grundprinzip von Online-Umfragen ist immer ähnlich: Teilnehmer haben eine Anzahl von Fragen über eine Maske zu beantworten, die sie über einen Link erreichen oder die direkt ins Online-Angebot eingebettet ist. Schon bei der Ausgestaltbarkeit der Fragen gibt es aber Unterschiede.

Verschiedene Antwort-Arten (freie Felder, Checkboxen, Buttons) sind Standard. Darüber hinaus wird – teilweise allerdings nur in kostenpflichtigen Tarifen – eine „skip logic“ angeboten: Wenn etwa Frage 2 mit „nein“ beantwortet wird, werden die Fragen 3 und 4 übersprungen. Auch Piping – Angabe des eigenen Namen als Antwort auf Frage 1, der in Frage 2 dann als Anrede auftaucht – ist eine teilweise kostenpflichtige Funktion.

Große Unterschiede gibt es auch bei der Auswertung. Eine aggregierte Übersicht der Gesamtzahl jeweiliger Antworten ist Standard, die Möglichkeit zu Cross-Verknüpfungen einzelner Fragen oder die Anzeige häufiger Ausstiegspunkte bei den Umfrage-Teilnehmern schon weniger. Wer die erhobenen Daten in eigenen Tools weiterverarbeiten will, sollte unbedingt auf eine Exportierbarkeit achten.

Die meisten Tool-Anbieter setzen auf ein Freemium-Modell: Ein meist bei Funktionsumfang und Frage-/Teilnehmer-Zahl beschnittenes Grundpaket ist kostenlos, in größeren Tarifen gibt es entsprechend weniger Limitierungen und mehr Funktionen.

Kostenlose Online-Umfrage-Tools

Google Forms

Einer der wenigen grundsätzlich kostenlosen Anbieter ist Google. Mit Google Forms (in Deutschland: Google Formulare) lassen sich im Handumdrehen Online-Umfragen zusammen klicken. Die Antworten werden gleich als Google Sheets (Google Tabellen) im eigenen Google Drive gespeichert und lassen sich dort auch herunterladen.

Der Funktionsumfang von Google Forms ist im Vergleich zu „Spezialanbietern“ eher überschaubar. Erst seit einigen Monaten können die Eingabemasken auch gestalterisch angepasst werden, Funktionen wie Piping oder jegliche Alert-Optionen fehlen völlig. Als robustes Gratis-Tool dürfte Google Forms für viele Einsatzzwecke aber bereits ausreichend sein.

Freemium-Anbieter: Gratis mit Einschränkungen

SurveyMonkey

Marktführer bei Online-Umfragen ist seit vielen Jahren SurveyMonkey. Der Dienstleister hat nach eigenen Angaben mehr als 20 Millionen Kunden, darunter neben Großunternehmen wie Samsung und Siemens auch unzählige KMUs bis hin zu Bloggern.

SurveyMonkey bietet einen Gratis-Tarif, der mit maximal 10 Fragen und 100 Beantwortungen pro Umfrage allerdings sehr limitiert ist. Die „Gold“-Mitgliedschaft, der kleinste Tarif ohne Limitierungen und mit zahlreichen Komfort-Funktionen, ist mit 400 Euro pro Jahr (monatliche Abrechnung nicht möglich) bereits eher gehoben bepreist.

Damit lässt SurveyMonkey einigen Raum für die Konkurrenz. Polldaddy, eine Tochter von Automattic (WordPress.com), bietet im Kostenlos-Paket unlimitiert viele Fragen und Antworten sowie – naturgemäß – eine sehr gute WordPress-Integration. Der Premium-Tarif, der unter anderem eine Export-Funktion für die erhobenen Daten sowie Freiraum bei der optischen Gestaltung bietet, liegt mit 29 US-Dollar monatlich beziehungsweise 200 US-Dollar jährlich deutlich unter Survey-Monkey-Niveau.

Exoten und ein Open-Source-CMS

Typeform

Auch mit anpassbaren Templates sehen sich die Umfrage-Masken der meisten Anbieter immer noch relativ ähnlich. Heraus sticht hier Typeform, der getreu seinem Motto „einfach, menschlich, schön“ die Umfragen seiner Kunden sehr interaktiv und optisch ansprechend präsentiert. Der noch relativ junge Anbieter bietet ebenfalls einen sehr umfangreichen Gratis-Tarif, der für die meisten Anwendungszwecke bereits ausreicht. Das Premium-Paket für 18 Euro monatlich bietet im Vergleich Logiken und Piping sowie Online-Speicherplatz für mit den Umfragen verknüpfte Dateien.

Wer die volle Kontrolle über die erhobenen Daten behalten will, sollte sich näher mit LimeSurvey befassen. Dabei handelt es sich um ein Open-Source-CMS zur Erstellung und Verwaltung von Online-Umfragen, das auf dem eigenen Webspace installiert wird. Das CMS ansich ist komplett kostenlos, allerdings fällt natürlich erheblich mehr Aufwand bei der Einrichtung und Wartung an als bei SaaS-Lösungen.

Das beste Online-Umfrage-Tool?

Kurz gesagt: Das universell perfekte Online-Umfrage-Tool gibt es nicht. die Wahl des richtigen Anbieter ist abhängig vom konkreten Anwendungszweck, den eigenen Bedürfnissen und nicht zuletzt vom Budget. Grundsätzlich empfehlenswert sind alle in diesem Artikel genannten Anbieter.

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