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AMS: „Adwords für Amazon“ startet in Deutschland

Pay-Per-Click-Anzeigen bei Amazon sind ab sofort auch für die deutsche Plattform buchen. Amazon Marketing Services (AMS) ermöglicht Werbetreibenden analog zu Google Adwords & Co. die Bewerbung ihrer Produkte unter anderem mittels gesponserter Suchergebnisse, die prominent über den organischen Treffern angezeigt werden. Das sorgt nicht überall für Verzückung.

100 Euro Mindest-Budget, 2+ Cent pro Klick

Bislang nutzte Amazon in Deutschland den Platz über organischen Suchergebnissen und ganz oben in Kategorie-Seiten nur zur Bewerbung eigener Produkte sowie für direkt gebuchte Anzeigen großer Marken. Mit der Öffnung von AMS kann jetzt jeder Anbieter seine Produktseiten bewerben. Das minimale Kampagnen-Budget beträgt 100 Euro und ist beliebig verteilbar und streckbar. Die Bewerbung von eBooks mittels AMS ist derzeit offenbar noch auf die US-Plattform beschränkt.

Platziert und bezahlt wird nach dem aus dem SEA-Bereich bekannten Gebotsverfahren. Das Mindestgebot pro Klick liegt bei gerade einmal 2 Cent, die meisten Kampagnen werden mit einem solchen Gebot aber voraussichtlich eher wenig Impressionen und infolge dessen Klicks generieren.

Vorwürfe aggressiver Kundengewinnung

Mit AMS erschließt sich Amazon Deutschland eine zusätzliche Einnahmequelle – und setzt Marken unter Zugzwang. Das Beratungsunternehmen Fostec merkt an, Amazon habe in der Vergangenheit mit der Tolerierung von Brand Bidding zumindest indirekt konkurrierende Anbieter unter Druck gesetzt, selbst Werbung einzubuchen. Immerhin verspricht der Online-Händler auf einer Hilfe-Seite eine zeitnahe Reaktion auf Hinweise zu Urheberrechtsverstößen.

<Bildnachweis: Amazon von Shutterstock>

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Kommentare


Wie Amazon den deutschen Online-Werbemarkt aufmischen will – om8 16. Juli 2015 um 18:37

[…] Der Deutschland-Start von AMS ist erst der Anfang: Auch hierzulande will sich Amazon ein gehöriges Stück am Online-Werbemarkt sichern. Über Amazon.de gebuchte „E-Commerce-Anzeigen“ sollen dazu bald überall im Web und sogar in Apps angezeigt werden. […]

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