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SEO-Plugins für WordPress: Yoast, All in One SEO & wpSEO im Vergleich

WordPress ist von Haus aus schon sehr gut suchmaschinenfreundlich. Trotzdem erfreuen sich SEO-Plugins für die Blogging-Plattform nicht ohne Grund großer Beliebtheit. Drei All-in-One-Lösungen sind besonders gefragt: WordPress SEO by Yoast, das All-in-One-SEO Pack sowie wpSEO. Wir vergleichen die drei Plugins und sagen, welche Lösung für welchen Websitebetreiber die Richtige ist.

WordPress ab Werk nur mit SEO-Basics

Zwar ist WordPress schon ab Installation schon relativ gut optimiert. So gibt es etwa suchmaschinenfreundliche URLs. Doch schon wenn man diese URLs auf Artikelebene anpassen oder für seine Beiträge individuelle Meta-Daten für die Such-Snippets hinterlegen möchte, kommt man an einem Plugin nicht vorbei.

Ganzheitliche SEO-Plugins sind Standardausstattung

Und so befinden sich unter den 10 meistgeladenen Plugins auf WordPress.org gleich 2 SEO-Plugins: WordPress SEO by Yoast auf Platz 4 und das All in One SEO Pack auf Platz 8. Weltweit wenig bedeutsam, aber in Deutschland gerade in Fachkreisen recht beliebt ist außerdem das Komplett-Plugin wpSEO von Sergej Müller.

Alle drei Plugins versprechen eine ganzheitliche Suchmaschinenoptimierung. Sie verfügen über umfangreiche Einstellungs- und Anpassungsmöglichkeiten sowohl auf eigenen Seiten als auch innerhalb von Beiträgen und Seiten. Trotzdem gibt es einige funktionale Unterschiede und Alleinstellungsmerkmale, die im Folgenden herausgestellt werden sollen.

WordPress SEO by Yoast

Wordpress SEO Yoast Title
von Joost de Valk, kostenlos / 89 US-Dollar (pro), Website, WordPress.org

Das weltweit beliebteste SEO-Plugin für WordPress und eine der meistgeladenen Erweiterungen überhaupt kommt aus den Niederlanden. Neben diesem Komplettpaket hat Joost de Valk auf seiner Website auch spezifische WordPress-SEO-Plugins für Video SEO, Local SEO, News SEO und WooCommerce SEO im Portfolio.

Die Basisversion von WordPress SEO by Yoast ist kostenlos. Die Benutzeroberfläche ist teilweise deutsch, teilweise englisch – die Lokalisierung ist in vollem Gange. Das Plugin bietet umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten für Titel- und Meta-Informationen, die auf den ersten Blick allerdings etwas kryptisch wirken können. Gerade SEO-Einsteiger sollten sich schon einmal die FAQ und die Anleitung bookmarken.

Intuitiv geht anders: So sieht der Title dieses Artikel aus

Wenig intuitiv: So sieht der Title dieses Artikel aus

Umfangreiche SEO-Tipps zum Fokus Keyword

Umfangreiche SEO-Tipps zum Fokus Keyword

Zu den Stärken von WordPress SEO by Yoast zählt ein sehr mächtige WordPress-Sitemap-Generator sowie eine integrierte Seitenanalyse. So lässt sich innerhalb von Beiträgen ein „Fokus Keyword“ definieren. Anschließend klopft das Plugin unter anderem Überschrift, Seitentitel und URL und den Inhalt (Keyword Density) auf Vorkommen dieses Keywords ab. Überhaupt haben Nutzer innerhalb von Artikeln und Seiten bei Yoast besonders viele Anpassungsmöglichkeiten – von der Ausschließung aus der Sitemap (oder einer gesonderten Priorisierung) über detaillierte Meta-Robots-Einstellungen bis hin zur optionalen Hinterlegung einer Canonical URL.

Hinzu kommen „Komfort-Optionen“ wie eine Breadcrumb-Navigation und Webmastertools-Verfizierungen für Google und Bing, die hier über ein grafisches Interface vorgenommen werden können. Das erspart händisches Fummeln im Code.

Mit der Premium-Version gibt es außerdem noch einen Weiterleitungsmanager, Tutorial-Videos für das gesamte Plugin plus Premium-Support (beides naturgemäß in englischer Sprache) sowie eine Google-Webmastertools-Integration, die vor allem bei der Behebung von Crawling-Fehlern viel Zeit spart. Diese Pro-Version kostet für eine Seite 89 US-Dollar, dafür gibt es allerdings nur ein Jahr lang Zugang zu Updates und Support. De facto fallen also 89 US-Dollar jährlich an, was umgerechnet rund 5 Euro pro Monat entspricht.

All in One SEO Pack

all in one seo pack
von Michael Torbert, kostenlos / 39 US-Dollar + 10 US-Dollar/Monat (Pro), Website, WordPress.org

Die große alte Dame unter den SEO-Plugins hat zwar in den letzten Jahren ihre Spitzenposition an WordPress SEO by Yoast verloren, präsentiert sich aber ganz und gar nicht verstaubt. Im Gegenteil ist die Zugänglichkeit besser: Alle wichtigen Einstellungen sind auf einer einzigen (langen) Seite erreichbar und Punkt für Punkt erklärt, allerdings komplett auf englisch.

Die grundsätzlichen Optionen sind ähnlich umfangreich wie bei WordPress SEO by Yoast, auch eine XML Sitemap ist an Bord. Auf Beitrags- und Seitenebene können Meta-Informationen angepasst werden, das war es aber auch weitgehend. Zahlreiche bei Yoast vorhandene kleinteilige Einstellungen gibt es nicht oder nur gegen Aufpreis.

Auch dabei: rudimentäre Performance-Optimierung

Auch dabei: rudimentäre Performance-Optimierung

A propos: Die Pro-Version des All in One SEO Pack kostet moderate 39 US-Dollar, allerdings zuzüglich einer monatlichen Gebühr für Support und Updates in Höhe von 10 US-Dollar monatlich oder 49 US-Dollar im Jahr. Wer nur einmalig bezahlt, hat also schnell ein veraltetes Plugin in seiner WordPress-Installation. Die Pro-Version beinhaltet unter anderem SEO-Optionen für Kategorien, Tags und Custom Post Types sowie eine Video-XML-Sitemap. Mit der Pro-Lizenz kann das Plugin auf beliebig vielen eigenen Seiten betrieben werden.

wpSEO

wpseo

von Sergej Müller, ab 20 Euro, Website

wpSEO ist nur auf der Entwickler-Seite erhältlich, und das hat einen einfachen Grund: Das SEO-Plugin gibt es – nach einer 10-tägigen Testphase – ausschließlich kostenpflichtig. Mit einmalig 20 Euro für eine Single-Lizenz inklusive Updates auf Lebenszeit bewegt sich das Plugin von Sergej Müller aber preislich in einem sehr vernünftigen Rahmen.

Die Erweiterung wurde von einem Deutschen entwickelt, entsprechend liegt sie komplett auf deutsch vor. Dieser Umstand im Verbund mit einer sehr visuellen Aufbereitung – so können die Meta-Titel mittels Drag & Drop zusammengebaut werden -, macht wpSEO attraktiv für Einsteiger und für Agenturen für Kunden-Installationen. Dazu trägt auch die umfangreiche, ebenfalls deutschsprachige Dokumentation bei.

Vorbildlich: Seitentitel per Drag & Drop

Vorbildlich: Seitentitel per Drag & Drop

Funktionsseitig bietet wpSEO alles, was man von einer solchen Komplettlösung erwartet. Extra-Optionen wie XML Sitemaps, eine konfigurierbare Breadcrumb-Navigation oder Verifizierungen für Google und Bing fehlen hingegen. Wer hier Bedarf hat, muss zu externen Plugins greifen oder selbst Hand an den Code legen.

Fazit: Der Anspruch entscheidet

WordPress SEO by Yoast hat sich in den letzten Jahren nicht ohne Grund zum beliebtesten SEO-Plugin für die Blogging-Plattform entwickelt. Die Erweiterung lässt schon in der kostenlosen Basisversion kaum Funktionswünsche offen und gibt mit Tools wie der Seitenanalyse nach Fokus-Keywords extrem nützliche Hilfestellungen.

Einsteiger können sich mit dem Yoast-Plugin allerdings etwas überfordert fühlen. Für sie – und für alle, die Einstellungen und Informationen lieber in deutscher Sprache haben wollen – bietet wpSEO von Sergej Müller seit vielen Jahren eine hervorragende Alternative. Die 20 Euro für die völlig ausreichende Basis-Lizenz sind sehr gut investiertes Geld, wenngleich der Funktionsumfang nicht ganz an WordPress SEO by Yoast heranreicht.

Das All In One SEO Pack platziert sich hier ein wenig zwischen den Stühlen, gerade für deutsche Anwender. Es ist etwas leichter zugänglich als WordPress SEO by Yoast (aber nicht so einsteigerfreundlich wie wpSEO), kommt aber nicht ganz an dessen Funktionsumfang heran. Mit 160 US-Dollar im ersten Jahr beim Wunsch nach regelmäßigen Updates ist die Premium-Version außerdem im Vergleich sehr teuer.

Ohne Frage handelt es sich bei allen drei SEO-Plugins um hervorragende Komplett-Pakete, mittels denen man bei Google eine rundum gute Figur machen kann. Unter dem Strich hat WordPress SEO by Yoast für uns knapp die Nase vor. Wer sich auf dem SEO-Parkett noch nicht so sicher bewegt, sollte außerdem auf jeden Fall wpSEO zumindest einmal ausprobieren.

Ganz ohne SEO-Knowhow geht es auch mit Plugins nicht

Abschließend bleibt festzuhalten, dass der Erfolg mit einem SEO-Plugin natürlich mit den Einstellungen steht und fällt. Die Installation einer der der drei genannten Erweiterungen kann nur der erste Schritt sein, auch wenn die Plugins „out of the box“ bereits gute Voreinstellungen haben. Ohne Anpassungen, gerade auch auf Beitrags- und Seiten-Ebene (Snippets!), verschenken Seitenbetreiber auch mit den Plugins noch viel Ranking-Potenzial.

Bildnachweis: SEO von Shutterstock

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Kommentare


mkuh 21. Mai 2015 um 9:08

Hallo
ich vermisse bei den Vergleich Einbissen die Sicherheitslücken welche die Plugins hatten. Leider muss man auf so was auch achten.
Selber nutze ich keine von dne Plugin, überlege es aber immer wieder mal

Viele Grüße

Mkuh

Antworten

Johannes Haupt 21. Mai 2015 um 13:57

Klar, aber das gilt ja für alle Plugins und nicht zuletzt auch für den WP Core, vgl. die regelmäßigen Security Releases. Umso wichtiger ist es, bei der Lisensierung von Premium-Plugins auf den Update-Zugang zu achten.

Ciao
Johannes

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