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Purify: iOS 9 Adblocker von uBlock im Video

Wenn im Herbst die neuste Version des Apple-Betriebssystem iOS für iPhone, iPad und iPod Touch ausgeliefert wird, wird das aller Voraussicht nach gravierende Auswirkungen auf den mobilen Werbemarkt haben. Denn mit iOS 9 unterstützt der Apple-Browser Safari „Content Blocking Extensions“, zu denen auch Werbeblocker zählen. Ein erstes Demo-Video zeigt, was wir zu erwarten haben.

Der Open-Source-Adblocker uBlock erfreut sich im Desktop-Bereich bereits großer Beliebtheit. Für die Chrome-Extension listet Google 1,1 Millionen aktive Installationen, die Firefox-Erweiterung hat rund 215.000 aktive Nutzer. Die Nutzerzufriedenheit ist groß: Bei beiden Plattformen kommt uBlock auf eine Bewertung von vollen 5 Sternen.

Purify blockt Display- und Video-Werbung, Tracking-Scripte

Mit iOS 9 erweitert uBlock sein Adblocker-Angebot auf mobile Plattformen. Nur wenige Wochen nach Vorstellung und Developer Release des neuen Apple-Betriebssystem stellte uBlock-Chefentwickler Chris Aljoudi am gestrigen Donnerstag bei Reddit „Purify“ vor, eine Content Blocking Extension für Safari.

Purify blockt mobile Anzeigen auf Websites, aber auch in Youtube-Videos. Ferner werden Tracking-Scripte blockiert. Die Extension wird einfach über einen Schieberegler in den Safari-Einstellungen aktiviert. Die Funktionsweise von Purify demonstrierte Aljoudi in einem Youtube-Video, das illustriert, wie weit die Entwicklung des Safari-Adblockers bereits ist.

Außerdem räumt das Video endgültig die von Marktführer Adblock Plus geäußerten Zweifel aus, ob Content Blocking bei iOS 9 tatsächlich auch Adblocking bedeutet. Der uBlock/Purify-Entwickler bezeichnete den Adblockplus-Blogeintrag unlängst wenig zimperlich als „Bullshit“ und technisch falsch – und lieferte jetzt den Beleg dafür, wie effektiv mit iOS 9 geblockt werden kann.

Adblocking bei iOS und Android „eingebaut“

Musste man in der Vergangenheit für Adblocking sein Mobilgerät rooten und/oder Software aus externen Quellen laden, ermöglicht iOS 9 die Blockierung von Werbeanzeigen de facto von Haus aus – und wird damit auch von zahlreichen „normalen“ Benutzern angewendet werden. Bei Google sieht es aus Werber- und Publisher-Sicht nicht wesentlich besser aus. Genannt sei etwa der in Entwicklung befindliche AdblockPlus-Browser für Android.

Publisher machen sich Gedanken

Damit müssen sich Werbetreibende und Publisher mit einem großen Anteil an Mobile-Traffic endgültig darauf einstellen, dass die Adblocker-Quote in den nächsten Monaten deutlich steigen wird. Das Mobile-Blog Mobiflip kommentiert, man sei „ehrlich gespannt, inwieweit sich eine solche Seite [wie Mobiflip] in Zukunft noch durch Werbung finanzieren lässt und vor allem unabhängig bleiben kann“. Die Blicke werden sich nun noch mehr in Richtung Native Advertising und vielleicht auch in Richtung Paid-Content-Modelle richten.

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