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Optimale Snippet-Länge, Ad-Injection-Ökonomie, LinkedIn Analytics [Briefing]

8.5.2015 - von - Briefing Kommentar schreiben

nervende werbung shutter

Zum Ende der Woche im Briefing: Die optimale Länge von Meta-Beschreibungen, Yelp ist auf Käufer-Suche, Twitter platziert Werbe-Tweets in Porno-Accounts. Außerdem gibt es tiefe Einblicke in das Geschäft mit Ad Injections und zum Status Quo der SEO-Industrie.

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Online Marketing

Die Ad Injection Ökonomie. Mehr als 5 Prozent aller Internetsurfer werden täglich Opfer von Ad Injections, also der externen Einspielung von Werbung in Websites und auf den PC-Desktop. Verantwortlich dafür sind unter anderem mehr als 50.000 schädliche Browser-Erweiterungen und 34.000 Software-Programme, die neben der Anzeige von Extra-Werbung häufig auch noch Suchanfragen manipulieren und das Nutzerverhalten an Werbeunternehmen übermitteln. Das geht aus einer umfangreichen Studie hervor, die Google in Zusammenarbeit mit der University of California durchführte und deren Ergebnisse jetzt präsentiert wurden. [Google Security Blog | Online Marketing Land]

SEO

Wie lang Meta-Beschreibungen derzeit sein dürfen. Seit Jahren gilt das ungschriebene SEO-Gesetz, dass Google Meta Descriptions auf den Suchergebnisseiten nach 155-160 Zeichen abschneidet. In der Praxis gibt allerdings aber auch Snippets mit deutlich mehr Zeichen (> 300). SaaS-Dienstleister Moz hat ganze 92.000 Snippets ausgewertet. Demnach werden die meisten Beschreibungen tatsächlich nach 155-160 Zeichen abgeschnitten, allerdings gibt es auch eine signifikante Zahl von Snippets mit mehr als 200 Zeichen – die dann ausgeliefert werden, wenn es Google angeraten erscheint. Moz empfiehlt generell, für eine höhere Kontrolle über die angezeigten Inhalte vorerst weiter unter 155 Zeichen zu bleiben. [moz]

Wohin die SEO-Reise geht. SEO befindet sich im ständigen Wandel: Linkbuilding-Dienstleister stellen sich neu auf oder schließen ganz, Facebook versucht Google den Rang abzulaufen, beinah täglich kommen neue Tools auf den Markt. Fundiertes Interview von Björn Tantau mit SEO-Experte Florian Stelzner zum Status Quo plus Ausblick – und worauf es bei der Gründung eines eigenen Beratungsunternehmen ankommt. [bjoerntantau]

Was tun bei einem manuellen Google-Penalty. Google verschickt monatlich 400.000 Warnungen an Webmaster, ihre Seite weise eine unnatürliche Linkstruktur auf und könnte entsprechend abgestraft werden. Um den Worst Case zu vermeiden beziehungsweise den Filter wieder loszuwerden, sollten Betroffene schnell aktiv werden. Was es bei der Auffindung und Klassifizierung zu beachten gilt. [Pro Blogger]

Social Media

Facebook streicht “Missed Stories”. Über einen relativ versteckten Link ließen sich bislang gezielt Statusbeiträge von Freunden und gelikten Seiten aufrufen, die es algorithmisch nicht in den eigenen Newsfeed “schafften”. Nach etwas über einem Jahr hat Facebook diese Funktion Anfang der Woche stillschweigend eingestellt. [Kai Thrun]

Promoted Tweets in Porno-Accounts: Nielsen stoppt Kampagne. Rund 300 Millionen aktive Accounts gibt es bei Twitter – geschätzte 10 Millionen davon sollen Adult-Inhalte enthalten und sind damit keine Umgebung, in der Marken präsent sein wollen. Weil Werbe-Tweets von Nielsen – laut Twitter aufgrund eines Filter-Problems – auf Accounts wie “Homemade Porn” ausgespielt wurden, stoppte Nielsen seine Kampagne und bescherte dem Kurnachrichtendienst (nach den enttäuschenden Quartalszahlen) erneut schlechte Presse. [Adweek (Meldung) | Business Insider (Hintergrund)]

LinkedIn zeigt Statistiken zu eigenen Beiträgen an. Als eines der letzten großen sozialen Netzwerke hat jetzt auch das weltgrößte Karrierenetzwerk LinkedIn ein Analyse-Dashboard eingeführt. Darauf können sich Nutzer Abrufzahlen ihrer Beiträge für die letzten 6 Monate anzeigen lassen, die auch soziodeographisch und nach Traffic-Herkunft aufgeschlüsselt werden. Die Funktion wird sukzessive für alle 360 Millionen LinkedIn-Accounts freigeschaltet. [LinkedIn Blog (Ankündigung) | LinkedIn Analytics]

Content Marketing

Die richtigen Verbreiter eigener Inhalte identifizieren. Welche Influencer – Personen wie Websites – sind die richtige Zielgruppe für neu erstellte Inhalte, und wie funktioniert das Controlling? Die Agentur Digital Third Coast gibt Tipps und stellt einige hilfreiche Tools vor. [Digital Third Coast]

Affiliate Marketing

Verkürzer Bitly wandelt Links heimlich in Affiliate-URLs um. Auf der Suche nach neuen Erlösmodellen hat sich der URL-Verkürzer Bitly mit einem Marketing-Dienstleister zusammengetan. Folge: Viele Kurz-Links werden für die Nutzer unbemerkt in Affiliate-URLs umgewandelt und zusätzliche Cookies gedroppt – auch in Deutschland. [om8]

Local

Yelp schaut sich nach Käufer um. Die Bewertungsseite Yelp, nach Kauf und Integration von Qype auch in Deutschland unangefochtener Marktführer, allerdings weltweit mit deutlich abgeflachter Wachstumskurse, ist offen für eine Übernahme. Wie das Wall Street Journal mit Verweis auf mit der Angelegenheit Vertraute berichtet, soll die Kaufsumme für das börsennotierte Unternehmen im Bereich von 3,5 Milliarden US-Dollar liegen. Als mögliche Käufer gelten Google, Yahoo und Microsoft. Der Exit ist aber nur eine Option, nicht zwingend. Infolge des WSJ-Bericht legte die Yelp-Aktie 23 Prozent zu. [WSJ (Paywall) | Reuters | Google (Yelp-Aktie)]

<Bildnachweis: Popup von Shutterstock>

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