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Landing Page Software: 6 Tools für mehr Conversions im Vergleich

28.2.2017 - von - Conversion Optimierung Kommentar schreiben

Der aufwändig und bisweilen teuer generierte Traffic resultiert nicht in Abschlüssen, kaum jemand hinterlässt seine E-Mail-Adresse? Nahezu jede Landing Page hat noch viel Conversion-Luft nach oben. Wir haben 6 Tools mit unterschiedlichen Ausrichtungen ausprobiert, die allesamt versprechen, mehr aus dem vorhandenen Traffic herauszuholen.

Dedizierte Landing Pages haben üblicherweise das Ziel, den Besucher zu einer ganz bestimmten Aktion zu verleiten. In den meisten Fällen ist das die Hinterlassung einer E-Mail-Adresse, sei es als Anmeldung für einen Newsletter oder – bei Startups – zur Benachrichtigung beim Produkt-Launch.

Aufgrund ihrer monofunktionalen Ausrichtung gilt bei Landing Pages grundsätzlich das Credo „Weniger ist mehr“. Keine störenden Navigationselemente oder Unterseiten soll die Conversion Rate vermindern. Darum sind Landing Pages in aller Regel One-Pager.

Landing Pages: SaaS-Anbieter vs. eigenes Hosting

Typisches Landing Page Layout (Template von Unbounce)

Typische Landing Page (Template von Unbounce)

Landing Pages lassen sich grundsätzlich problemlos selbst kreieren und hosten. Eine Unterseite mit entsprechendem Template ist schnell erstellt, für WordPress und andere CMS gibt es Hunderte teilweise kostenlose Landing-Page-Themes (eines davon unten). Dem gegenüber stehen Kosten für Online-Software-Anbieter, die bei größerem Besucheraufkommen schnell in den dreistelligen Euro-Bereich gehen – pro Monat. Anders als bei Newsletter Software gibt es kaum kostenlose Angebote. Lohnen sich die Ausgaben überhaupt?

Die SaaS-Anbieter werben mit einer breiten Klaviatur an Funktionen um zahlende Nutzer. Zum Standard-Repertoire gehören

  • eine große Auswahl vorgefertigter Templates für verschiedene Branchen und Anwendungszwecke, teilweise sortiert nach Conversion Rate im spezifischen Bereich.
  • intuitiv bedienbare visuelle Editoren, mit denen sich Templates teilweise sehr flexibel und kleinteilig anpassen lassen
  • A/B-Testing ganzer Landing Pages oder einzelner Variablen davon, womit sich die CR idealerweise bedeutend erhöhen beziehungsweise der CPL deutlich verringern lässt.
  • vielfältige Integrationen und Datenverknüpfungen zu Mailchimp, AWeber & Co., aber auch zu Marketing-Automation-Software wie Marketo oder Analysediensten wie Google Analytics und Kissmetrics.

Die großen Anbieter bieten außerdem Plugins für WordPress und teilweise auch noch einige andere CMS, mit denen sich die Landing Pages sehr einfach in die eigene URL-Struktur einbinden lassen.

Mehrwert durch Analyse und Controlling

Insbesondere die Analyse- und Controlling-Optionen sind es, die Landing Page Software zu einer sehr lohnenden Investition machen können. Wer monatlich vierstellige Summen in Paid Social oder Adwords investiert, für den ist bei der Conversion Rate jede Nachkommastelle bares Geld wert – und gerade beim A/B-Testing lässt sich mit einfachen Mitteln deutlich mehr herausholen. Hier bieten die meist sehr selbsterklärenden visuellen Editoren, gemacht für Marketer und nicht für Entwickler, die Möglichkeit zum schnellen Ausprobieren ohne große interne Abstimmungen.

Popup von Lead Pages

Popup von LeadPages

Am häufigsten geraten Internet-Nutzer auch in Deutschland auf Landing Pages des Weltmarktführers LeadPages. Charakteristisch für Templates des US-Unternehmen ist der zweistufige Prozess der Lead-Erfassung: Auf der eigentlichen Landing Page gibt es meist nur einen Button für „Mehr Informationen“, „Jetzt registrieren“ oder ähnliches, nach dessen Betätigung die eigentliche Eingabemaske aufpoppt. Laut LeadPages sorgt dieses Verfahren für deutlich mehr Abschlüsse als die Integration der Eingabemaske direkt auf der Seite – was auf jeden Fall durch einen A/B-Test für den eigenen Bereich überprüft werden sollte.

Wie haben uns – nicht zuletzt aufgrund von eigenem Bedarf – intensiv mit dem Angebot an Landing-Page-Software beschäftigt. Aus insgesamt rund 15 aktiven Software-Unternehmen haben wir nachfolgend 6 Anbieter mit unterschiedlicher Ausrichtung ausgewählt, die mindestens einen zweiten Blick wert sind.

LeadPages

lead pageLeadPages ist klarer Marktführer unter den Landing-Page-Dienstleistern. Kunden erhalten zahlreiche Templates für conversionoptimierte Landing Pages nebst automatisierter Abgabe von „Lead Magnets“ nach der Ausführung von Aktionen, etwa eBooks oder weiterführende Informationen.

Das Verzeichnis von LeadPages beinhaltet zahlreiche kostenlose sowie kostenpflichtige Templates, die nach der Conversion Rate innerhalb der eigenen Nische sortiert sind –  praktisch. Daneben bietet ein visueller Editor einige Anpassungsmöglichkeiten. Die Landing Pages sind alle mobiloptimiert und können mittels Plugins etwa für WordPress auf der eigenen Domain publiziert werden.

LeadPages ist grundsätzlich kostenpflichtig, im Premium-Plan für 67 US-Dollar monatlich gibt es aber eine 30-tägige kostenlose Testphase. Erst ab diesem Premium-Plan gibt es auch Funktionen wie A/B Testing. Dafür sind unbegrenzt viele Seitenaufrufe inklusive – eine Option, für die andere Anbieter ein Vielfaches verlangen.

Unbounce

unbounceUnbounce ist ein leistungsfähiges und viel genutztes Tool zur einfachen Erstellung conversionsstarker Landing Pages. Der Dienst hält eine große Auswahl vorfertigter Templates vor, die mit einem recht flexiblen Editor an die eigenen Bedürfnisse angepasst oder von Grund auf neu gebaut werden können.

Zum Funktionsumfang gehören neben Standards wie A/B-Testing und zahlreichen Integrationen in CMS, CRM, E-Mail-Services und Marketing-Automation-Systeme auch die Möglichkeit, übergebene PPC-Parameter zu integrieren und damit hochindividuelle Landing Pages zu kreieren. Unbounce kostet nach einer 30-tägigen Testphase mindestens 49 US-Dollar monatlich, zu diesem Preis sind 5.000 monatliche Besucher inklusive. Den vollen Funktionsumfang sowie 25.000 Besucher monatlich gibt es ab 99 US-Dollar pro Monat.

Instapage

instapageMit Instapage lassen sich professionelle Landing Pages erstellen. Neben vorgefertigten Templates gibt es einen intuitiv bedienbaren Drag-and-Drop-Editor, der in seiner Flexibilität seinesgleichen sucht. Die Position und Größe jedes noch so kleinen Elementes lässt sich frei gestalten – auf Wunsch separat für Desktop- und Mobil-Ansicht.

Die Landing Pages können mittels Plugins unter anderem für WordPress auf der eigenen Domain ausgeliefert werden. Das Tool lässt sich mit einer Vielzahl von Web Services verbinden, unter anderem ist ein Export erhobener Mailadressen direkt zu Mailchimp und weiteren E-Mail-Dienstleistern möglich.

Schon in der kostenlosen Basisversion bietet zahlreiche Funktionen, darunter A/B-Testing. Was fehlt, ist eine Responsive-Anzeige. Mit nur 100 Visits monatlich ist der kostenlose Account außerdem sehr knapp bemessen. Die Premium-Pläne gehen bei 39 US-Dollar monatlich los, dafür gibt es bereits unbegrenzt viele Besucher auf die eigenen Landing Pages. In den größeren Tarifen kommen noch zusätzliche Support-Kanäle sowie mehrere Nutzeraccounts hinzu.

KickoffLabs

kickofflabsKickoffLabs bietet zur Erstellung von Landing Pages eine Vielzahl vorgefertigter Templates sowie einen Editor zur Individualisierung. Eine Besonderheit ist die virale Komponente: Mittels individualisierter URLs können Angemeldete dazu animiert werden, weitere Anmeldungen zu generieren und dadurch etwa zusätzliche Gratifikationen (eBooks, Beta-Invites und dergleichen) freischalten. Dadurch werden laut dem Anbieter durchschnittlich 30 Prozent zusätzliche Leads generiert und die Akquisekosten entsprechend gesenkt.

Das Angebot von KickoffLabs lässt sich grundsätzlich kostenlos nutzen, im „Forever Free Plan“ sind allerdings nur 1.000 Besucher monatlich inklusive und man muss mit einigen Restriktionen sowie visuellem Co-Branding vorlieb nehmen. Im Standard-Paket für 69 US-Dollar monatlich sind sehr großzügige 50.000 monatliche Besucher inklusive, A/B-Testing ist ebenso möglich wie eine umfassende Editierung von html und css bei Landing Pages.

LaunchRock

LaunchRock hat sich auf die Bereitstellung von Landing Pages für Startups in der Frühphase spezialisiert, die schon einmal ein Lebenszeichen abgeben und E-Mail-Adressen etwa für Beta-Invites einzusammeln. Geboten wird ein sehr schlanker Editor mit Templates und Anpassungsmöglichkeiten für die verschiedensten Branchen und Ausrichtungen.

Der Dienst ist komplett kostenlos, der Funktionsumfang ist allerdings deutlich geringer als bei vollwertigen Landing-Page-Editoren. Möglichkeiten etwa zum A/B-Testing oder Integrationen in beliebte SaaS-Dienstleister sucht man vergeblich, die Landing Pages sehen sich trotz Editierbarkeit am Ende doch immer noch relativ ähnlich und man muss mit einem „Powered by LaunchRock“ Branding auf den Landing Pages vorlieb nehmen.

LaunchEffect

launcheffectLaunchEffect ist ein WordPress-Theme zur Erstellung konversionsstarker Landing Pages über eine eigene WordPress-Installation. Wie der Name schon vermuten lässt ist die Zielgruppe primär Startups in der Frühphase. Auch Landing Pages für PPC-Werbung lassen sich mit dem Theme aber gut gestalten.

Die Basisversion von LaunchEffect ist kostenlos, sie beinhaltet bereits Integrationen in E-Mail-Services wie MailChimp und AWeber. In der Premium-Variante für einmalig 35 US-Dollar gibt es zusätzliche Bausteine für die Landing Pages wie Countdown-Timer und Fortschrittsanzeigen, einen Footer ohne Co-Branding von LaunchEffect sowie die Möglichkeit, beliebig viele Einzelseiten zu erstellen. LaunchEffect bietet auch dann noch einen klar kleineren Funktionsumfang als spezialisierte Dienstleister wie LeadPages – es fehlt etwa A/B-Testing -, dafür sind die Kosten erheblich geringer.

Erhrungen und Fazit

Landing Page von uns (mit Instapage)

Landing Page von uns (mit Instapage)

Unser Use Case war eine Landing Page zur Bewerbung einer E-Mail-Liste. Beworben wird die Landingpage vorwiegend über Facebook-Anzeigen und Adwords, was per se relativ hohe CPCs bei einer hohen Ziel-CR bedeutet. Somit hatte für uns die CR-Optimierung ganz klar Priorität vor den Kosten pro Besucher auf der Landing Page, womit LaunchEffect und andere reine Landing-Page-Themes von vorne hinein ausschieden. Aufgrund der unterschiedlichen Intension klammerten wir auch LaunchRock aus. Die vier genannten Anbieter LeadPages, Unbounce, Instapage und KickoffLabs probierten wir hingegen ausführlich aus.

Für unseren Einsatzzweck hat sich Instapage als optimaler Anbieter erwiesen. Das Startup bietet den mit Abstand flexibelsten Baukasten, jedes Detail der Landing Page bis hin zu Farbe und Größe jedes Button ist frei anpassbar. Das mobile Layout lässt sich noch einmal separat gestalten. Beim A/B-Testing gibt es sehr aussagekräftige Aufschlüsselungen auch nach Desktop/Mobil, woraus wir ganz klar geldwerte Rückschlüsse für die Konzeption unserer Kampagnen ziehen konnten.

Die Editoren der anderen Landing-Page-Anbieter sind hier teilweise deutlich restriktiver. So hat man bei KickoffLabs teilweise nicht einmal die freie Wahl bei den Schriftfarben und die gesamte Bedienung gestaltet sich klar hakeliger. Bei KickoffLabs waren wir außerdem etwas enttäuscht von der Umsetzung der ansich total spannenden Viral-Komponente, die man ähnlich ja von sozialen Gewinnspielen kennt (KingSumo Giveaways, Rafflecopter). Der Anbieter hat hier ein halbes Dutzend Gewinnspiel-Mechanismen und Incentive-Staffelungen vorgegeben, die sich aktuell kaum anpassen lassen. Die Idee hat aber definitiv Potenzial, vielleicht wird sie ja auch von einem anderen Anbieter noch adaptiert.

Lieber gratis Testphase als Gratis-Tarif

Ein wichtiger Punkt zum Abschluss: Die teilweise angebotenen Gratis-Pläne sollten nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, das Landing-Page-Software eigentlich immer mit monatlichen Kosten verbunden ist. So sind die bei Instapage kostenlos inkludierten 100 (!) monatlichen Besucher in aller Regel an einem Tag „verbraucht“, und das Basis-Angebot von KickoffLabs ist bis zur Unnutzbarkeit beschneiden. Und selbst der kostenpflichtige Einstiegstarif von Marktführer LeadPages lässt eine eigentlich essentielle Funktion vermissen, nämlich A/B Testing.

Die gute Nachricht: Durch die Bank bieten alle Anbieter eine Geld-zurück-Garantie von 14 bis 30 Tagen, was bei uns auch immer super funktioniert hat. Nach maximal einer kurzen Rückfrage durch den Support gab es eine Rückerstattung, ansonsten ist man durch die Zahlung per Kreditkarte ohnehin auf der sicheren Seite. Unsere Empfehlung lautet somit, die gratis Testphasen der interessanten Anbieter in Anspruch zu nehmen und sich selbst ein Bild zu machen.

Regelmäßig aktualisierter Info-Artikel 

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