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Sprach-Suche vs. PPC, Twitter und Video, neuer Facebook-Login [Briefing]

Am heutigen Mittwoch im Briefing: Twitter hält Videos für seine Zukunft, muss aber erst einmal enttäuschende Quartalszahlen verdauen, deren Bekanntgabe dazu noch chaotisch verlief. Google ist auf dem Weg zum Alles-Beantworter, was PPC-Verantwortliche wie SEOs fordert. Außerdem: Die neue Facebook-Freigabe-Transparenz lässt Unternehmen vorsichtig werden, Content Marketer können sich allerhand bei Twitch abschauen, was SEOs für eine konstruktive Zusammenarbeit mit Entwicklern zu beachten haben.

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SEO

Warum SEO-Due-Diligence vor einem Domainkauf essentiell ist. In einem Gastartikel bei der renommierten Tech-Seite Zdnet klagt ein Berater darüber, dass Google die neue Domain seines Hauptprojektes als „Pure Spam“ kennzeichnet und aus den Suchergebnissen gekickt hat. Es stellte sich heraus, dass die gekaufte Domain früher für Spam genutzt wurde und bei Google immer noch geflaggt ist. Die SEO-Spezialisten von Globe Runner erklären, wie man verseuchte Domains im Vorfeld einer Erwerbung mit wenigen Mausklicks erkennt. [Zdnet | Globerunner]

Mehrstufige Suchen: Wie Google zum Alles-Beantworter wird. Eindimensionale Keyword-Suchen nach Informationen im Web sind ein Auslaufmodell. Schon heute listet Google bei Suchanfragen von Android-Geräten passige Apps und unterstützt regelrechte Konversationen, wenn über Google Now etwa erst nach Olympischen Athleten gesucht und die Suche dann nach Frauen gefiltert wird. Tom Anthony analyisert bei moz fundiert, wohin die Reise geht – und was das für SEO bedeutet. [moz]

Wie SEOs und Entwickler besser zusammenarbeiten können. Egal ob Inhouse-Verantwortlicher, Agenturmitarbeiter oder Freelancer: SEOs stehen im permanenten Austausch mit Entwicklern, was nicht immer reibungslos funktioniert. Sechs Tipps an SEOs für ein besseres Arbeitsverhältnis – vom richtigen Projekt-Management-Tool bis zum Hinweis, zu aufgezeigten Problemen auch gleich eine exakt formulierte Lösung mitzuliefern. [Koozai]

PPC

Google Shopping für kleine Unternehmen. Google sieht auf der Werbekunden-Seite seines integrierten Preisvergleich Google Shopping offenbar Nachholbedarf bei Kleinunternehmen. Im Adwords-Blog veröffentlichte das Unternehmen mehrere Best Practices („doppelter ROI gegenüber anderen Online-Kanälen“) und kreierte eine Infoseite, die bei den ersten Schritten in Google Shopping helfe soll. [Google Adwords Blog | Shopping Campaigns [Landing Page]]

Wie Sprachsuche PPC verändert. Durch Sprachsuche, zuforderst über Android-Geräte mittels Google Now durchgeführte Anfragen, ist die Komplexität der Suchbegriffe in den letzten Jahren dramatisch gestiegen. SEM-Spezialist Alan Rothstein hat einen 5-Jahres-Vergleich aufgestellt, der eine dramatische Verschiebung illustriert – mit Suchanfragen aus bis zu 27 Begriffen, die definitiv nicht eingetippt worden seien. Er empfiehlt PPC-Verantwortlichen dringend den Einsatz des Broad-Match-Modifikators +Keyword (also etwa +Pizza +Berlin), um auch bei diesen komplexen Suchen ausgeliefert zu werden. [Alan Rothstein]

Social Media

Twitter: Miese Quartalszahlen „leaken“ vorab, Aktie -18 Prozent. Doppeltes Debakel für Twitter: Das Unternehmen vermeldete am gestrigen Dienstagabend nicht nur deutlich geringere Umsätze als erwartet (von Analysten und von Twitter selbst) und einen mauen Ausblick. Die Zahlen sickerten auch noch vorab durch und schickten die Aktie im laufenden Handel um 18 Prozent in den Keller, der Handel wurde sogar kurzzeitig ausgesetzt. Die harten Fakten: Ein Q1/2015 Umsatz von 436 Millionen US-Dollar bedeuten + 74 Prozent zum Vorjahresquartal, erwartet waren aber 456,8 Mio. US-Dollar. Der Netto-Verlust wuchs von 132,3 auf 162,4 Mio. US-Dollar. Für das laufende Quartal erwartet Twitter Umsätze zwischen 470 und 485 Mio. US-Dollar, Analysten gingen von 538,2 Mio. US-Dollar aus. Nach eigenen Angaben hat Twitter 302 Mio. im letzten Monat aktive Nutzer (+ 18 Prozent), von denen 80 Prozent über Mobilgeräte auf den Kurznachrichtendienst zugreifen. [The Next Web | heise (Leak) | Twitter IR | Twitter-Aktie]

Mobile-Live-Streaming: Periscope hängt Meerkat ab, „Video die Zukunft von Twitter“. Im Zuge der Veröffentlichung seiner Quartalszahlen (siehe vorige Meldung) gab Twitter auch erste Einblicke in seine neue Live-Streaming-App Periscope. Innerhalb der ersten 10 Tage nach Veröffentlichung der iOS-App (26.03.) loggten sich demnach mehr als eine Million Nutzer ein, eine Android-App ist bereits in Entwicklung. Auch gibt es schon Pläne, Periscope-Steams für „externe“ Nutzer zugänglich zu machen. Twitter-CEO Dick Costolo spricht laut Techcrunch-Quellen intern bereits davon, Video sei die Zukunft von Twitter. Derweil wird es für den unabhängigen Mobile-Live-Streaming-Vorreiter Meerkat offenbar schon eng: In den Download-Charts ist der Dienst weit hinter Periscope zurückgefallen. [Techcrunch]

Neuer Facebook-Login = 50 Prozent weniger App-Erlaubnis-Anfragen. Vom morgigen Donnerstag an müssen App-Entwickler zwangsweise den im vergangenen Jahr eingeführten neuen Facebook-Login einsetzen, der Nutzer detaillierte Datenfreigaben ermöglicht – etwa, ob nur die E-Mail-Adresse oder auch zum Beispiel der Geburtstag übermittelt werden soll. Die neue Transparenz lässt Entwickler offenbar vorsichtig werden: Seit Einführung des neuen Login forderten Apps von ihren Nutzern 50 Prozent weniger Daten-Freigaben, erklärte jetzt ein Facebook-Manager. [Adweek]

Content Marketing

Zielgruppe Millennials: Was Content Marketer von Twitch lernen können. Die auf Videospielübertragungen spezialisierte Live-Streaming-Plattform Twitch legte in den vergangenen Jahren ein beeindruckendes Wachstum hin. Vor allem unter 35-jährige Männer verbringen viel Zeit auf der Seite, die 2014 von Amazon geschluckt wurde. AdAge analysiert, warum: Erfolgsfaktoren seien die Authentizität der ungefilterten Inhalte und die (Echtzeit-)Interaktion nebst persönlichem Kontakt zwischen Produzenten und Zuschauer. Das seien Schrauben, an denen Content Marketer auch in anderen Bereichen drehen können. [AdAge]

B2B vs. B2C Content Marketing: Worauf es ankommt. Bei der Ausarbeitung von Content-Marketing-Strategien ist die Zielgruppe ein entscheidender Faktor – insbesondere, ob sie geschäftlich oder privat ist. Agenturchef Paolo Anania hat für t3n.de fünf wesentliche Unterschiede zu Papier gebracht, die es bei der Ansprache zu beachten gilt. [t3n]

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Kommentare


Social Traffic: Facebook dominiert, Pinterest stürzt ab – om8 4. Mai 2015 um 11:07

[…] den Kurznachrichtendienst noch 8,8 Prozent aller Interaktionen. Das passt zu den vergangene Woche bekannt gegebenen Quartalszahlen: Twitter wächst zwar, aber langsamer als erwartet. Die Konsumenten-Masse ist weiterhin woanders, […]

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