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Die 3 größten Blogs der Welt – und was man von ihnen lernen kann

US-Blogs mit Dutzenden Millionen monatlichen Besuchern spielen zweifelsohne in einer anderen Liga als das eigene Projekt oder Firmenblogs von Kunden. Trotzdem lässt sich auch von HuffPo & Co. einiges abschauen.

Blog-Definitionen gehen auseinander

Was ist eigentlich ein Blog? Der Duden definiert diese Kategorie sehr eng, nämlich als „tagebuchartig geführte, öffentlich zugängliche Webseite, die ständig um Kommentare oder Notizen zu einem bestimmten Thema ergänzt wird“. In wissenschaftlichen und publizistischen Zusammenhängen finden sich häufig deutlich andere Definitionen.

Das Content Marketing Institute hat sich für seine Betrachtung der größten Blogs weltweit und möglicher Learnings daraus eine recht breite Begriffsfassung ausgesucht, nämlich die des US-amerikanischen Google Knowledge Graph. Blogs sind demnach „regelmäßig aktualisierte Websites, typischerweise von einem oder mehreren Menschen betrieben, die in einem informellen oder konversationalen Stil schreiben“.

In der eBiz Liste der weltgrößten Blogs, ermittelt unter anderem nach den gemittelten Traffic-Schätzungen von Compete, Quantcast und Alexa, finden sich ganz oben dann auch bekannte Namen. Ganz vorne stehen die US-amerikanische Huffington Post, die Gossip-Seite TMZ und das Wirtschaftsmagazin Business Insider. Dickschiffe also mit dutzenden Redakteuren und Online-Marketing-Spezialisten, von deren Erfolgsrezepten aber auch Betreiber kleinerer Projekte lernen können, wie das Content Marketing Institute analysiert hat.

Was HuffPo, TMZ & BI richtig machen

1. Huffington Post (110 Mio. monatliche Besucher)

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Die HuffPo verdankt ihren Erfolg der Fähigkeit, virale Inhalte zu identifizieren und geschickt aufzubereiten. Dazu wird das Web nach interessanten Artikeln und Autoren durchforstet. Vom Erfolg, gegebenenfalls auf dem zweiten Publikationsweg profitieren beide Seiten. Für Online Marketer ist es einerseits spannend, selbst auf solchen reichweitenstarken Viral-Plattformen präsent zu sein (ein dabei herausspringender starker Dofollow-Link ist ein netter Nebenaspekt). Andererseits kann die Öffnung der eigenen Plattform Richtung Gastautoren sowie deren gezieltes Scouting sinnig sein.

2. TMZ (30 Mio. monatliche Besucher)

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TMZ berichtet fast ausschließlich über das Privatleben von Stars und erzielt damit sensationelle Abrufzahlen, ähnlich wie viele thematisch ähnlich gelagerte Seiten. Warum? Weil die TMZ den bei Menschen stark ausgeprägten Neugierde-Trieb befriedigt. Wir alle kennen die Berichterstattungsobjekte aus den Medien. Viele fragen sich, wie sie wohl privat leben. Die Überschriften im heftig.co-Stil stacheln diese Neugierde noch an. heftig.co ist auch schon ein passiges Beispiel dafür, wie sich thematisch anders gelagerte Projekte diese Neugierde zunutze machen können – und es muss ja nicht immer eine Headline a la „Punkt 8 hat mir die Tränen in die Augen getrieben“ sein.

3. Business Insider (25,5 Mio. monatliche Besucher)

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Innerhalb weniger Jahre ist Business Insider im Netz größer geworden als etablierte Medien-Marken wie CNBC, Forbes und das Wall Street Journal. Das Erfolgsrezept, wie auch der New Yorker in einer lesenswerten Reportage schreibt, lautet zielgruppengerechte Ansprache. Das Magazin richtet sich an eine eher junge, eher männliche, geschäftliche Leserschaft mit wenig Zeit. Letzterer Aspekt spiegelt sich etwa in der Angabe der geschätzten Lesezeit bei jedem Artikel wider. Auf Business Insider wird eine klar definierte Persona adressiert, an der sich die gesamte inhaltliche und formelle (Bilder, Artikellänge, …) Gestaltung ausrichtet – und nicht umgekehrt.

<Bildnachweis: Up von Shutterstock>

Regelmäßig aktualisierter Info-Artikel

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Kommentare


Katja Weber 8. Dezember 2017 um 13:26

Krass wieviele Besucher Huffington Post hat. Respekt!

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