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Notablist: Suchmaschine für E-Mail-Marketing-Kampagnen

Universal-Suchmaschinen wie Google und Bing finden heutzutage nahezu alles, mit einer großen Ausnahme: E-Mails. Zur Durchsuchung öffentlicher Newsletter gibt es jetzt Notablist, mehr als 4 Millionen E-Mails sind dort bereits indexiert. Das Tool hat viel Potenzial, steht aber noch ganz am Anfang.

Als Inspiration für eigene E-Mail-Marketing-Kampagnen, zum Monitoring von angesagten Themen und Produktbewerbungen, zur Auffindung bislang unbekannter Wettbewerber: Eine Suchmaschine für E-Mail-Marketing-Kampagnen kann in vielerlei Hinsicht praktisch sein. Newsletter ohne Individualisierungen sind genauso „öffentlich“ wie frei zugängliche Websites, in sofern ist es schon ein wenig erstaunlich, dass sie in Suchmaschinen bislang nicht vorkommen.

Ziel: Alle E-Mail-Newsletter der Welt indexieren

Das US-Startup Notablist hat sich dieser Aufgabe angenommen. Zum Start der öffentlichen Beta-Phase waren immerhin bereits mehr als 4 Millionen E-Mails von über 400.000 Publishern verfügbar. Die Anlegung eines Accounts (mittels Facebook- oder Google-Verknüpfung) ist ebenso wie die Nutzung komplett kostenlos. Gegenüber der Fachseite Marketingland erklärte Gründer Michael Johnson, zur Monetarisierung plane man Premium-Funktionen wie erweitere Analyseoptionen.

Das Ziel ist laut Johnson, alle Newsletter der Welt zu indexieren. „Ein ehrgeiziges Ziel, aber unseren Erfahrungen nach ist es erreichbar“.

Lückenhafter Datenbestand, Darstellungsprobleme

MyDealz.de bei Notablist

MyDealz.de bei Notablist

Einem ersten Test nach ist es auf jeden Fall noch ein weiter Weg für Notablist. Das fängt schon beim Datenbestand an: Derzeit sind fast ausschließlich englischsprachige Newsletter indexiert, und die Auswahl bei den deutschen Verteilern ist eher willkürlich. So gibt es die Mailings der kleinen SPD-Lobbyistengruppe D64, nicht aber die sehr viel größeren ähnlich gelagerten Newsletter von Netzpolitik.org und heise online.

Die Textinhalte der Newsletter werden zwar durchsucht, die Anzeige erfolgt aber als eine einzige Bilddatei. Dadurch ist es beispielsweise nicht möglich, den Links auf die Artikel beziehungsweise Produktseiten zu folgen, was den Nutzwert erheblich schmälert. Bei einigen E-Mails gibt es außerdem noch Darstellungsprobleme, deutsche Umlaute werden generell nicht angezeigt.

Notablist könnte Must-Have-Tool werden

Trotz alledem ist Notablist schon heute für alle E-Mail-Marketer einen Blick wert. Der Suchschlitz lädt zum Stöbern ein – wir ertappten uns dabei, uns eine Viertelstunde lang durch die Newsletter der verschiedenen deutschen Schnäppchenblogs zu klicken. Was hier zum Glück noch fehlen würde, wären neben aktivierten Verlinkungen eine „ähnliche Publisher“ Funktion. Wenn Datenbestand und Funktionsumfang aufgestockt sind, könnte Notablist gleichwohl schnell zu einem Must-Have-Tool für E-Mail-Marketer werden und Nachahmungen nach sich ziehen.

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