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Adblock Browser für iOS-Geräte ist da

Der erste offizielle, sprich ohne Jailbreak nutzbare Adblocker für iOS-Geräte ist „made in germany“. Die Kölner Eyeo GmbH, Entwickler der populären Adblock-Extension Adblock Plus, brachte am heutigen Mittwoch ihren Adblock Browser für iPhone und iPad in den App Store. Auch erste Safari-Plugins werden nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Schon im Juni sickerte durch, dass das neue Apple-Mobile-Betriebssystem iOS 9 „Content Blocking Extensions“ unterstützen wird. Nur wenige Wochen später zeigten die Entwickler des Open-Source-Adblocker uBlock eine erste solche Extension, die neben mobiler Werbung auch Tracking-Scripte blockiert.

Eigener Browser auf Firefox-Basis statt Safari-Plugin

Adblock Browser

Adblock Browser

Die erste schlüsselfertige Lösung kommt jetzt aber von Adblock Plus, und es handelt sich nicht um ein Safari-Plugin sondern um einen eigenständigen Browser auf Basis von Firefox. Der Adblock Browser wurde am heutigen Dienstag im App Store von Apple freigeschaltet und ermöglicht erstmalig Adblocking auf Apple-Geräten ohne die Notwendigkeit eines aufwändigen Jailbreaks. Schon am gestrigen Montag wurde die Android-Version im Play Store veröffentlicht.

Adblock Plus erklärt in einem Blogpost, der Zeitpunkt der Veröffentlichung sei nicht zufällig. Am morgigen Mittwoch wird Apple neben allerlei neuer Hardware wohl auch die Adblocking-Funktion von iOS 9 publik machen und das Betriebssystem möglicherweise auch sofort ausrollen. Die ersten Safari-Plugins zum Adblocking werden dann nicht mehr lange auf sich warten lassen. Mit dem Adblock Browser hat sich Eyeo hier einen zeitlichen Vorsprung verschafft.

Zusätzlicher Schub für alternative Werbe-Modelle

Die damit in den nächsten Monaten zweifelsohne rapide zunehmende Adblocking-Quote auf Mobile-Geräten, wo neben dem geringeren Bildschirmplatz auch Datenkosten ein handfestes Argument zur Werbe-Blockade sind, macht die Monetarisierung der immer zahlreicheren Smartphone- und Tablet-Besucher noch fordernder. Und dürfte umgekehrt alternativen Modellen der Online-Werbung wie Sponsoring und Native Advertising einen zusätzlichen Schub verleihen.

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